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Obama

2009, Obama in Prag

Che Guevara

1967, letztes Foto lebend und bei der Aufbahrung




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Aktuell/Che's Ende

Barack Obama

Che Guevara

(Zeitraum 20. Jänner - 1. Mai 2009)

(Da es sich bei Barack Obama um unmittelbare Zeitgeschichte handelt und erst in einigen Monaten bzw. Jahren wirklich resümiert werden kann, ob oder wie die Person Obama als Präsident gewirkt hat, gibt es hier nur eine Zusammenfassung der wichtigsten Absichten und Handlungen der ersten fünf Monate seiner Amtszeit.)

"Wir können nicht zu einer Wirtschaft zurückkehren, die auf Sand gebaut war", sagte Obama.

Einerseits die schlimmste Wirtschaftskrise seit 1929 - der Zeitpunkt seiner Amtseinführung hätte für Barack Obama als 44. US-Präsident nicht ungünstiger sein können. Andererseits ermöglicht die Krise dem sehr liberal wirkenden Obama auch mit Ländern ins Gespräch zu kommen, bzw. von deren Völkern wahrgenommen zu werden, welche wahrscheinlich davor grundsätzlich keinen Dialog mit den USA geführt hätten.

Im Großen und Ganzen werden seine Aussagen und sein Auftreten bisher welweit eher als positiv bewertet. Also wie hat Barack Obama bisher in den ersten 100 Tagen gewirkt? Ein Kurzüberblick mit Pro und Kontras:

Pro: 

Aussenpolitisch:

In Anbetracht der Spannungen zwischen den USA und der Arabischen Welt gab Obama als sichtbares Zeichen einer Annäherung das erste TV-Interview dem Sender al-Arabija und wandte sich per YouTube an die Iraner.

Beim Amerika Gipfel ging Obama auf den US-Kritiker Hugo Chávez zu und reichte dem venezolanischen Präsidenten die Hand, was G. Bush vor acht Jahren nicht gemacht hatte. Chavez, der Vorsitzende der "Staaten der Bolivarianischen Alternative für die Amerikas" (Alba) zeigte sich davon tief beeindruckt. Beim Gipfel betonte Obama, dass er eine neue Partnerschaft der Zusammenarbeit beginnen wolle.

Er begann die Öffnung zu Kuba.


China und Israel erinnerte er mahnend an die Einhaltung der Menschenrechte.

Einen Neustart mit Russland.

Beim Finanzgipfel in London übernahm er die Mitverantwortung der USA für die globale Wirtschaftskrise, und dass er Fehler bei der Auswahl eines Ministerkandidaten gemacht hat, das war etwas Besonderes in der jüngeren US-Geschichte.

Beim Prager Gipfel, der vor allem die Funktion hatte, dass die kleineren EU-Ländern die nicht bei den vorangegangenen G20- und NATO-Gipfeln dabei waren, ein Treffen mit Obama zu ermöglichen, warb Obama für eine atomwaffenfreie Welt. Außerdem würde die USA beim jahrelang vernachlässigten Klimaschutz endlich aktiv werden und daher wäre es oberstes Ziel erneuerbare Energien massiv zu forcieren und die Abhängigkeit vom Öl zu beenden.

Innenpolitisch:

Neue Regeln für die Wall Street.

Die Umverteilung der Steuerlast - er setzt sich massiv für höhere Steuern für Reiche ein. Im Kongress setzte er ein 787 Milliarden Dollar umfassendes Konjunkturpaket durch. Der Schwerpunkt liegt auf Investitionen zur Beschaffung von Arbeitsplätzen, nicht - wie von den Konservativen gefordert - auf Steuererleichterungen für Anleger und Investoren.

Obama will nicht auf das Ende der Rezession warten, bevor er sich an überfällige Reformen wagt. Das Drehen an ein paar Schrauben ist nicht seine Sache, er will das Land genauso umkrempeln, wie Ronald Reagan es tat, nur andersherum, hin zu mehr Gemeinsinn

Kontra: 

Linke Intellektuelle bewerten die ersten 100 Tage von US-Präsident Barack Obama negativ, weil diese die Kontinuität mit der Regierung Bush zeigen würden. Obamas Militäretat beträgt 664 Milliarden US-Dollar, um 20 Milliarden Dollar mehr als der von Bush.

Amnesty International relativiert, dass die Schließung des Lagers von Guntanmo begonnen wurde, aber dass seither nur ein einziger Gefangener freigekommen ist. Bei den restlichen Gefangenen ist noch nicht klar und er hat sich auch nicht darauf festgelegt, ob diese entweder vor zivilen Gerichten angeklagt werden, oder ob diese frei gelassen würden. Andererseits hat er als US-Präsident das berüchtigte "Waterboarding", mit dem mutmaßliche Al-Qaida-Häftlinge zu Geständnissen gezwungen werden sollten, als "Folter" verurteilt.

Für die wachsende Zahl der Kritiker (lt. US-Presse) agiere er angesichts steigender Arbeitslosigkeit zu vage, zu lau und anderseits zu ehrgeizig und dass er zu viel auf einmal will: Sein erster, zweiter und dritter Job müsse es sein, den "Wirtschaftskrieg" zu gewinnen. Und warum lässt er in diesem "Jammertal" nicht mehr Emotionen erkennen?

 

Als Leiter der Nationalbank ab 1959 und als Industrieminister ab 1961 wollte Che ein besonders von den USA unabhängiges Kuba aufbauen. Amerikanische Beteiligungen an Unternehmen wurden verstaatlicht. Daraufhin verhängte die USA das bis Dato gültige Handelsembargo, was zu einer pro-sowjetischen Ausrichtung führte. Kurz darauf erfolgte die von den USA unterstütze exilkubanische Invasion in der Schweinebucht, welche erfolglos blieb und dann zur Kubakrise 1962 führte.

In Kuba versuchte er sein idealistisches Weltbild des "Neuen Menschen" (der "Neue Mensch" müsse für seinen Lebensunterhalt nicht mehr arbeiten und wenn, dann würde der Mensch dies nur aus selbstlosen Motiven tun) durch eine Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild umzusetzen, was jegliche Form von Leistungsentlohnung oder die Freiräume für private Unternehmungen sehr einschränkte. In dieser Zeit ging die landwirtschaftliche Leistung Kubas um fast 50% zurück und es kam in Folge sogar zu Hungersnöten bzw. zu Lebensmittelrationierungen, was teilweise gegenwärtig trotz hoher touristischer Deviseneinnahmen Nachwirkungen hat.
Wirtschaftsverträge mit der Sowjetunion und dann mit China halfen kaum, um die schlechte Wirtschaftslage zu verbessern (alte oder für kubanische Verhältnisse unbrauchbare Maschinen usw.), da die gesamte Infrastruktur von amerikanischer Herkunft war, z.B. die Raffinerien konnten kein Öl aus der Sowjetunion verarbeiten...

Nach diesen sichtlichen Misserfolgen, zeigte er sich einerseits wegen der Beilegung der Kubakrise zwischen Chruschtschow und John F. Kennedy endtäuscht (keine Stationierung sowjet. Atomraketen auf Kuba und im Gegenzug mehr keine militärische Invasionsversuche der USA in Kuba) und anderseits waren die geänderten politischen Verhältnisse in der UDSSR (Abkehr von der stalinistischen Wirtschaftspolitik) für ihn ein Grund mehr sich am chinesisch kommunistischen Vorbild zu orientieren. Seine Abkehr von der Sowjetunion führte international zu Verwunderung und vor allem (lt. Quellen) zum Zerwürfnis mit den Castro Brüdern. Anfang 1965 trat er überraschend von der politischen Bühne Kubas ab.

1965 fuhr er umgehend in den Kongo, wo seit 1960 ein Bürgerkrieg herrschte. Trotz amerikanischer und sowjetischer Interessen, wollte er dort mit dem Rebellen Laurent Kabila eine Revolution nach kubanischem Vorbild unterstützen. Diese Misslang und so kehrte er Ende 1965 wieder nach Kuba zurück.

1966 ging er und andere bewaffnete kubanische Kämpfer (den Comandantes Che Guevara) nach Zentralbolivien (darunter auch die Ostdeutsche Tamara Bunke). Che führte eine Gruppe von 44 Kämpfern unter dem Namen ELN (Nationale-Befreiungs-Armee) an.
Seine Philosophie des Guerillakrieges ging nicht auf, da sich kaum einheimische Bauern, Bergarbeiter und auch nicht die kommunistische Partei der Gruppe anschlossen.

Nach vielen kleinen kämpferischen Auseinandersetzungen mit der bolivianischen Armee wurde1967 die Gruppe gespalten und verlor den Kontakt untereinander. Am Ende bestand die Gruppe nur noch aus 14 Mitgliedern.

Am 8. Oktober 1967 wurde Che nach einem Gefecht bei La Higuera verwundet und gefangen genommen. Ein paar Revolutions-Mitgliedern gelang die Flucht.

Am 9. Oktober 1967 wurde Che Guevara ohne vorherige Gerichtsverhandlung auf Weisung des bolivianischen Präsidenten exekutiert. Im etwa 30 Kilometer entfernten Vallegrande wurde Che Guevaras heimlich begraben. Erst 1997 wurde nach Bekanntgabe des Grabes der Leichnam nach Kuba überführt und mit einem Staatsbegräbnis in einem Mausoleum beigesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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by Herbert Hütter, c2009