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ARCHIMEDES: "Zerstört mir meine Kreise nicht!"
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Quelle: Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Archimedes Archimedes (griechisch Ἀρχιμήδης) von Syrakus (* um 287 v. Chr. vermutl. Syrakus auf Sizilien - ? 212 v. Chr. vermutl. Syrakus auf Sizilien) war ein antiker griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur.
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ARCHIMEDES (3. Jahrhundert v. Chr.) gilt als der größte Mathematiker der Antike. Aus heutiger Sicht ist vor allem seine Beschäftigung mit krummlinig begrenzten Figuren und Körpern (Kreis, Kugel, Zylinder, Parabel, Ellipse, Paraboloid, Ellipsoid, Hyperboloid etc.) bahnbrechend: So berechnete er beispielsweise den Flächeninhalt des Parabelsegments, indem er es durch immer kleiner werdende Dreiecke solange approximierte, bis die Differenz zwischen der Parabelfläche und der Fläche der Dreiecke kleiner als jedes gewünschte Maß war. Da er dadurch die Parabel gleichsam mit Dreiecken von innen heraus ?ausschöpfte? nannte man dieses Verfahren später Exhaustionsmethode; dies war der Beginn der Integralrechnung. Auf ähnliche Weise fand er Formeln für die Oberfläche und das Volumen der Kugel und eine erste Annäherung an pi. Aus philosophischer Sicht brach ARCHIMEDES mit der Tradition der eleatischen Lehre des PARMENIDES, nämlich der Auffassung aller geometrischen Objekte als ruhendes, ewiges Sein. Dieser Standpunkt hatte in den Ideen des PLATON und der Geometrie des EUKLID seinen Höhepunkt erfahren. War ein Kreis für EUKLID die ?Gesamtheit oder der Inbegriff aller Punkte, für die der Abstand von einem bevorzugten Punkt (dem sogenannten Mittelpunkt) gleich ist? (COLERUS, 1944, S. 62), so ist er für ARCHIMEDES das Ergebnis einer Zirkelbewegung. Dementsprechend erklärt er die nach ihm benannte archimedische Spirale als die Bewegung eines Punktes (von innen nach außen) auf einem sich gleichförmig (um seinen Ursprung) drehenden Strahl. Einzigartig war auch seine für die Griechen unübliche Beschäftigung mit großen Zahlen, und zwar in der Größenordnung bis 1063 (das ist eine Zahl mit 63 Nullen), für die er eine eigene Notation erfand. Darüber hinaus erklärte er, daß sich die natürlichen Zahlen bis ins Unendliche fortsetzen lassen. In diese Kerbe schlägt auch das archimedische Axiom, das besagt, daß sich durch Vervielfachung einer gegebenen Strecke jede beliebige noch so lange Strecke übertreffen lasse. An die Wurzeln der griechischen Mathematik bei den Babyloniern und Ägyptern erinnert ARCHIMEDES? ausgeprägter Sinn für die Praxis: Anders als EUKLID leitete er seine Erkenntnisse nicht von vorn herein aus den Axiomen ab, sondern gewann sie teilweise aus mechanischen Beobachtungen. Diese verallgemeinerte er, und bewies sie erst danach. Diese Mischung aus Induktion und Deduktion ist in gewissen Bereichen bis heute die gängige Methode der mathematischen Forschung. Aber auch am anderen Ende seines Erkenntnisprozesses bedachte ARCHIMEDES die Praxis, wenn es nämlich darum ging, sein gefundenes Wissen anzuwenden. So wird berichtet, daß sich seine Heimatstadt Syrakus nur deshalb so lange vor der Eroberung durch die Römer wehren konnte, weil ARCHIMEDES neuartige Kampfmaschinen entworfen hatte. Im Jahre 212 v. Chr. fiel Syrakus schließlich. Römische Legionäre trafen ARCHIMEDES als Greis in seinem Garten sitzend an, als er Skizzen in den Sand zeichnete. Er soll sie nur mit den Worten ?Zerstört mir meine Kreise nicht!? bedacht haben, sie aber erschlugen ihn, und so wurde der letzte große griechische Mathematiker ein Opfer der neuen aufstrebenden Macht im Mittelmeerraum. Diese Wendung des Schicksals hat beinahe symbolischen Charakter, denn was die Entwicklung der Mathematik betrifft, folgen Jahrhunderte der Stagnation, in denen die Haupttätigkeit im Kopieren, Kommentieren und Bewahren lag.
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